Freitag, 03.07.2020,
unterrichtsfrei
(keine Sprechstunden)

Sommerfest mit italienisch-karibischem Flair

Zum zweiten Mal ROCK THE NIGHT beim Sommerfest der Abendschulen Marburg

Am 24. Mai fand – wie jedes Jahr nach den schriftlichen Abschlussprüfungen der Abendhaupt- und -realschule – das Sommerfest statt.

Aus diesem Grund weht über der Feier immer auch ein Hauch von Abschied, aber auch Erleichterung, die Prüfungen absolviert zu haben, Freude über den nun neu beginnenden Lebensabschnitt und nicht zuletzt Wiedersehensfreude wegen des Besuchs unserer Ehemaligen, die besonders gern gesehene Gäste sind.

Lange vor dem Fest fällt immer auch schon sehr viel Arbeit an. Zum einen müssen die Getränke organisiert, zum anderen die Bühne aufgebaut werden. Studierende und Lehrer*innen beteiligen sich gemeinsam an den Vorbereitungen und Diensten. Ein wichtiger Punkt, der Ausschank der Getränke, die es dieses Mal im Austausch gegen „Crystal Tokens“ mit dem Eulen-Logo gab, wurde bereits am Vormittag in Angriff genommen. Der grün-glänzende Getränkewagen – gesponsert von der Firma Ahlendorf und Söhne – hatte an diesem Abend seinen ersten Einsatz, er war brandneu.

Schon am Vormittag erkundeten Dr. Sabine Hörger und Udo Nieft das Zusammenspiel von Schläuchen und Hebeln, was gar nicht so einfach war, da ein neues Gerät oft auch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hat. Mit Geduld und technischem Spürsinn konnten genug Weizengetränke, aber auch viele Softdrinks ausgeschenkt werden. Am Abend halfen Studierende und Kolleg*innen beim Ausschank und waren ein wunderbar eingespieltes Team. Auch die Kollegen zeigen an einem solchen Fest eine andere Seite: ein guter Mathematiklehrer kann zum Beispiel ein toller Gastwirt sein.

Das gute Wetter hatte Herr Bothur zum Glück schon im Februar bestellt, denn die Abendsonne tauchte den Schulhof mit seinen neu renovierten Gebäuden in besonders schönes Zwielicht, fast wirkte der Schulhof wie eine italienische Piazza, denn der Pizzaduft und das Stimmengeschwirr zauberten etwas italienisches Flairin der Häuserschlucht zwischen A- bis E-Gebäude. Neben Kuchen, Gebäck, Würstchen und Salaten hat die Q4 nämlich dieses Jahr Pizza gebacken und erfüllte den geduldig in der Schlange wartenden Gästen von vegan, über vegetarisch bis "mit Schinken" alle kulinarischen Wünsche.

Unter die Lehrer*innen und Studierenden mischten sich auch Kinder, Partner*innen und sogar Eltern, was für die Lehrer*innen immer ein schönes Zusammentreffen ist. Oft sind die Kinder unserer Studierenden seit Schulanfang ihrer Mütter und Väter von Kleinkindern zu Schulkindern oder – bei den Ehemaligen – zu Teenagern herangewachsen, die gemeinsam mit ihren Eltern zum Fest kommen. Für die Lehrer*innen ist das Sommerfest daher immer eine gute Gelegenheit, die Studierenden auch als Mutter oder Vater bzw. als Tochter oder Sohn zu erleben.

Herzlich willkommen waren auch die Kolleg*innen der Adolf-Reichwein-Schule, die der Einladung zum Sommerfest gefolgt waren und vor allem an der Musik interessiert waren. Eigens erwähnt werden sollte auch French-Bulldog Welpe Leia, die sehr brav an der Leine ausharrte und viele liebevolle Blicke und Entzückens-Bekundungen erntete. Das Prädikat "niedlich" würde ihr nicht gerecht werden.

Bei den kleinen und großen Kindern kam der "Menschenkicker" sehr gut an, eine Art Tischfußball-Hüpfburg in gelb-rot, der dafür sorgte, dass keine Langeweile aufkam, während andere über den Schachbrettern nach dem besten Weg für Sturz des Königs suchten.

Last but not least ein paar Worte über die Konzerte in der Holzwerkstatt, die sich teilweise aus Formationen der Musikkurse ergeben haben bzw. deren Bandmitglieder bei uns Abitur gemacht haben. Lotus-Society, die durch entspannte Reggae-Musik eine unglaublich schöne, warme Atmosphäre erschaffen, wussten bis kurz vor Beginn des Sommerfestes nicht, ob sie spielen würden, empfahlen aber auf jeden Fall einen Besuch, schon um die Kolleg*innen von "Nachtaktiv" und Bazooka-Groove-Club zu hören, eine Empfehlung, die wir nur bestätigen können. Dass "Lotus" Wörner mit Tom Palmer dann doch zum Sommerfest kam, war natürlich um so schöner.

Wer glaubt "Nachtaktiv" zu kennen, wird immer wieder bestätigt – und gleichzeitig überrascht. Da einige Musiker*innen gar nicht mehr in Marburg, sondern u.a. in Augsburg leben, ist die Besatzung immer wieder leicht unterschiedlich. Am Sommerfest überzeugten neben den beiden Sängerinnen, die gut harmonierten, auch im Zusammenspiel mit den malevocals, die Performance des Schlagzeugers, der ebenfalls sang, sowie das solide Gerüst der Gitarren, des Keyboards und des Bassisten. Neben schönen Coverversionen, die von den Zuschauer*innen teilweise mitgesungen wurden und zum Tanzen anregten, werden inzwischen auch Eigenkompositionen von Susanne Markus und Florian Jennemann sowie Daniel Möller gespielt. Der Sound ist insgesamt schneller, rockiger und schneidiger, mehr "edgy" geworden.

Auf Bazooka-Groove-Club trifft natürlich auch das Prädikat "rockig" zu, aber das wird ihrer Musik nicht gerecht, denn sie können auch Hip-Hop und treffen neben harten auch melodische Töne. Wer mehr von ihnen hören möchte, sollte sich die Videos anschauen, die auf einer bekannten Video-Plattform neben gut produzierter Musik bekannte Schauplätze unserer Stadt zeigen und tausende von views erreichen.

Nachdem die Konzerte zu Ende waren und viele schon zu Hause waren, wurde noch lange weiter gefeiert. Die Kinder waren schon im Bett (ebenso wie manche Eltern), aber der grüne Wagen war noch eine ganze Weile im Einsatz, selbst nachdem der Pizzaofen schon abgekühlt und viele Schüsseln schon gespült waren.

Regina Gedeon


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