Freitag, 30.08.2019
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BSJ-Workshop: "Lampenfieber überwinden – angstfrei präsentieren"

Methodentag Abendhauptschule

Ein wenig Herzrasen, feuchte Hände und zittrige Knie – das kennen die meisten Menschen vor Prüfungen. Doch viele Studierende der Abendhauptschule stehen vor der zusätzlichen Herausforderung, die Präsentationsprüfung nicht in ihrer Muttersprache – auf Arabisch, Tigrinya, Farsi oder Paschto – sondern auf Deutsch halten zu müssen. Lampenfieber ist da vorprogrammiert und ganz normal.

Um die Studierenden, die teilweise erst seit zwei oder drei Jahren in Deutschland leben, bestmöglich auf die Erlangung des Hauptschulabschlusses vorzubereiten, fanden am 26. April und 3. Mai 2018 jeweils ein mehrstündiger Workshop unter dem Motto „Lampenfieber überwinden – angstfrei präsentieren“ statt. In Kooperation mit dem BSJ Marburg (Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit e.V.) wurde den jungen Erwachsenen so die Möglichkeit gegeben, Sprechhemmungen abzubauen, um nicht nur in Prüfungssituationen, sondern auch im Alltag angstfreier kommunizieren zu können.

Den Einstieg gestalteten die Sozialpädagoginnen Anja Kühnert und Andrea Bunge-Stubbs mit Hilfe eines Kommunikationsmännchens, an welchem sie anschaulich die Wirkung von Körpersprache aufzeigten. Denn Lampenfieber-Killer Nummer eins ist eine entspannte und selbstbewusste Körperhaltung. Beim praktischen Ausprobieren verschiedener Körperhaltungen kamen dann auch interkulturelle Unterschiede zur Sprache: Während in Deutschland beispielsweise das Sitzen mit verschränkten Armen als Geste der Distanz und des Desinteresses interpretiert wird, ist es im arabischen Raum eher ein Zeichen von großer Aufmerksamkeit.

Um demnächst gelassener im Rampenlicht zu stehen und die Hemmungen vor dem Sprechen zu verlieren, gab es während des Projekttages viele spielerische Übungen mit Wettkampfcharakter. Es galt, Fragen möglichst spontan und ausführlich zu beantworten. Hierbei standen die Bereitschaft zur Kommunikation und deren Gelingen im Vordergrund. In lockerer Atmosphäre wurden so Redeanlässe zu verschiedenen Themen geschaffen. Denn das Beste, was man gegen Lampenfieber tun kann, ist üben, üben und nochmals üben.

Da Präsentieren viel Mut und Selbstbewusstsein erfordert, wurden die Studierenden auch bei der Abschlussübung aus ihrer Komfortzone herausgeholt. In Zweiergruppen gestalteten sie unter Zeitdruck eine Seite für ein internationales Kochbuch. Anschließend präsentierten sie ihr jeweiliges Ergebnis der Klasse, die als Jury fungierte. Zum Schluss gaben die Jurymitglieder den Vortragenden ein ausführliches Feedback: Was lief gut? Was kann noch verbessert werden?

Nach diesem gelungenen Workshop freuen sich viele Studierende schon auf die Fortsetzung im Juni. Und bis dahin gilt, alle Redeanlässe in der Schule und im Alltag als Training zu nutzen, denn Übung macht den Meister.


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